Umsatz
Zusatzverkauf ohne Verkäufer-Gefühl
Viele Beauty-Profis verkaufen ungern. Verständlich – niemand will aufdringlich wirken. Der Denkfehler: Empfehlen ist kein Verkaufen, sondern Teil der Leistung.
Das Ergebnis endet nicht an der Tür:
Du hast zwei Stunden an einer Farbe gearbeitet. Wenn zu Hause ein sulfathaltiges Shampoo darauf kommt, ist das Ergebnis in drei Wochen dahin – und die Kundin denkt, deine Arbeit hielt nicht. Die Pflegeempfehlung schützt dein Werk.
Während der Behandlung, nicht an der Kasse:
Der natürliche Moment ist der, in dem du das Produkt benutzt: „Ich nehme jetzt eine Maske für die Längen, weil sie an den Spitzen trocken sind – die gibt es auch für zu Hause, dann hält die Farbe länger." Kein Pitch, nur ein Hinweis.
Zwei Produkte reichen:
Wer fünf Dinge empfiehlt, verkauft nichts. Nenne höchstens zwei und sage, welches wichtiger ist. Ehrlichkeit schlägt Vollsortiment: Wenn ein Produkt nicht nötig ist, sag das – genau das macht dich beim nächsten Mal glaubwürdig.
Ein Nein ist ein Nein:
Kein Nachfassen, kein schlechtes Gefühl erzeugen. Die Empfehlung war der Service; die Entscheidung liegt bei der Kundin.
Merke:
Rechne einmal aus, was zehn Prozent Produktanteil am Umsatz für dich bedeuten würden. Bei den meisten Salons ist es mehr als ein zusätzlicher Arbeitstag pro Monat.
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