Gründung
Salon eröffnen: die Checkliste für den Start
Ein eigener Salon ist für viele der logische nächste Schritt. Damit aus dem Traum kein teures Lehrgeld wird, hilft eine nüchterne Reihenfolge.
Zuerst die Formalitäten:
Gewerbeanmeldung, Handwerkskammer (im Friseurhandwerk ist der Meisterbrief oder eine Ausnahmebewilligung Thema), Steuernummer beim Finanzamt, Berufsgenossenschaft und eine Betriebshaftpflicht. Wer Personal beschäftigt, braucht zusätzlich eine Betriebsnummer.
Standort ehrlich prüfen:
Laufkundschaft ist weniger wert als oft gedacht – die meisten Beauty-Termine werden geplant. Wichtiger sind Erreichbarkeit, Parkmöglichkeiten und ob deine Zielgruppe überhaupt in der Gegend wohnt oder arbeitet. Rechne die Miete gegen realistische Auslastung, nicht gegen die beste Woche.
Die Zahlen vor der Einrichtung:
Bevor der erste Stuhl gekauft wird, sollte die Kalkulation stehen: Wie viele Behandlungen pro Woche brauchst du, um Miete, Material, Versicherung, Steuern und dein eigenes Gehalt zu decken? Diese Zahl ist deine Untergrenze – alles darunter ist ein Hobby.
Sichtbarkeit gehört zur Eröffnung:
Eine Website mit Leistungen, Preisen und Online-Terminbuchung sollte am Eröffnungstag stehen, nicht drei Monate später. Dazu ein Google-Unternehmensprofil – das ist der wichtigste kostenlose Kanal für lokale Suchen.
Merke:
Plane die ersten sechs Monate mit halber Auslastung. Wer mit voller Auslastung kalkuliert, gerät genau dann unter Druck, wenn Ruhe am wichtigsten wäre.
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